Ich nutze den Roborock Qrevo Pro seit 1,5 Jahren - mein ehrliches Fazit
Ich nutze den Roborock Qrevo Pro seit über 1,5 Jahren im Alltag. Hier erfährst du ehrlich, ob sich der Saugroboter langfristig wirklich lohnt - inklusive aller Probleme.
Staubsaugen und Wischen gehören zu den nervigsten Aufgaben im Alltag.
Genau deshalb habe ich mir am 2024 den Roborock Qrevo Pro geholt.
Jetzt, über 1,5 Jahre später, läuft er immer noch fast täglich bei mir.
Und ich kann dir sagen:
Die meisten Reviews im Internet erzählen dir nicht die ganze Wahrheit...
Erstmal vorweg, hält er wirklich so lange durch?
Nach über einem Jahr Nutzung kann ich sagen:
Der Roborock läuft immer noch stabil. Keine größeren Ausfälle, keine echten Probleme im Alltag und keine fehlerhaften Updates!
Vor dem Kauf habe ich mir, genauso wie du wahrscheinlich, viele Beiträge über den Roborock Qrevo Pro, Roborock Qrevo und Roborock QrevoS durchgelesen. Häufig wurden Updatefehler erwähnt. Das Feedback kann ich aber nicht bestätigen. Die App läuft flüssig, der Roboter hat nie Verbindungsprobleme und auch in der letzten Ecke mit schwachem WLAN Signal merke ich kein Unterschied. Über die Software kann man sich definitiv nicht beschweren.
Wartung & Verschleiß
Anders als die Software ist die Wartung nicht ganz so angenehm...
Während das nachfüllen des Wischwassers und das entleeren des Abwassers nur einen minimalen Aufwand mit sich bringen ist, ist das Reinigen der Filter nicht so angenehm. Zwar erinnert einen die App regelmäßig, dass ein neuer Staubfilter eingesetzt werden sollte oder der Mopp-Wascheinsatz langsam verstopft ist aber im Alltag verschiebt man die Aufgabe öfter auf später.
Für den Roborock Qrevo Pro ist das meistens kein Problem. Man merkt erst, dass es wirklich dringend wird, wenn die Ladestation anfängt zu stinken und der Mopp-Wascheinsatz gereinigt werden sollte oder der Roboter nach dem Saugen nicht jeden Dreck auffängt.
Aber:
Man sollte nicht so lange mit dem Reinigen warten. Diese erweist sich mit der Zeit komplizierter und zeitaufwendiger.





So sieht der Roborock Qrevo Pro aus, wenn man ihn länger nicht reinigt...
Neben dem Reinigen müssen die Einzelteile auch ausgewechselt werden. Das erweist sich aber nicht so kostenintensiv wie am Anfang gedacht. Der Staubfilter hält bei mir ungefähr 6-12 Monate und muss nur sehr selten ausgetauscht werden. Dis Wischmops reichen eigentlich auch für eine lange Zeit und können sogar im Wechsel genutzt werden. Bei den Bürsten reichte es meistens diese abzuschrauben und kurz von Haaren oder Staub zu befreien. Ansonsten müssen diese nur gewechselt werden, wenn diese überhaupt nicht mehr gut aussehen. Bei mir war es bislang nur einmal nötig. Das einzige Element, welches regelmäßig gewechselt werden muss ist der Staubbeutel. Bei mir musste dieser in fast 2 Jahren 4 mal gewechselt werden.
Wichtig als Hinweis ist, dass die Wechselempfehlungen in der App keine fixen Werte sind. Man sollte nochmal schauen, ob es wirklich nötig ist. Teuer ist das regelmäßige Wechseln nicht ganz. Bei Amazon kann man ganze Sets für ungefähr 20€ finden. Ich habe euch mal ein Set verlinkt.
Navigation und Reinigungsleistung
Was mir direkt aufgefallen ist:
Der Roborock Qrevo Pro fährt nicht wie andere Saugroboter einfach blind durch die Wohnung. Man merkt deutlich, dass er Objekte früh erkennt und bewusst abbremst, statt ständig irgendwo gegen zu stoßen. In der App ist die Sensivität auch einstellbar.
Das wirkt insgesamt sehr sicher und durchdacht. Socken, kleine Gegenstände oder herumliegende Dinge werden in den meisten Fällen erkannt und umfahren. Ich hatte anfangs etwas Angst, ihn einfach laufen zu lassen aber im Test hat er kleine Objekte gut umfahren. Bei Kabeln sieht es etwas anders aus... Hier versucht er manchmal trotzdem darüber zu fahren. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass er das Kabel ein Stück mitzieht. Deshalb würde ich empfehlen, Kabel vorher kurz aus dem Weg zu räumen.
Allgemein muss ich sagen, dass ich immer bevor er läuft kurz durch jeden Raum durchlaufe und schaue, ob er störungsfrei fahren kann. So vermeide ich die meisten Fehler.
Auch bei der Reinigungsleistung merkt man einen klaren Unterschied:
Mit 7000 Pa Saugleistung ist der Qrevo Pro deutlich stärker als der normale Qrevo (5000 Pa). Die Ergebnisse sind einfach sauberer. Zusätzlich verbessert der FlexiArm das Reinigungsergebnis nochmal leicht, vor allem an Kanten und schwer erreichbaren Stellen. Das ist kein riesiger Unterschied aber im Alltag merkt man, dass er etwas gründlicher arbeitet als andere Qrevo-Modelle.
Preis
Beim Preis gehört der Roborock Qrevo Pro definitiv zu den teureren Qrevo Saugrobotern auf dem Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 999 Euro.
Zum Vergleich, der normale Qrevo sowie der Qrevo S liegen bei etwa 799 Euro und sind damit spürbar günstiger. Genau hier stellt sich die wichtigste Frage...
Lohnt sich der Aufpreis wirklich?
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, für mich hat sich das Upgrade gelohnt! Vor allem, weil ich den Roboter sehr regelmäßig nutze und mir der zusätzliche Komfort im Alltag wichtig ist.
Trotzdem würde ich diese Entscheidung nicht pauschal jedem empfehlen. Der FlexiArm klingt auf dem Papier nach einem großen Vorteil. In der Praxis ist er eher ein kleines Upgrade. Ja, er verbessert das Reinigungsergebnis ein wenig aber es ist kein Feature, das den gesamten Unterschied ausmacht.
Auch bei der Saugleistung muss man ehrlich sein. Die 7000 Pa sind stärker und das merkt man auch bei feinem Staub aber der normale Qrevo mit 5000 Pa ist keineswegs schwach.
Für die meisten Haushalte ist diese Leistung bereits völlig ausreichend...
Der größte Unterschied liegt eher im Komfort und in den kleinen Verbesserungen im Alltag. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, wer bereit ist, beim günstigeren Modell etwas mehr selbst zu machen, zum Beispiel bei der Reinigung oder Wartung der bekommt mit dem normalen Qrevo bereits ein sehr gutes Gesamtpaket.
Deshalb würde ich es so zusammenfassen, wenn du einfach das Beste willst und möglichst wenig Aufwand haben möchtest dann lohnt sich der Qrevo Pro.
Wenn du aber etwas Geld sparen willst und mit kleinen Abstrichen leben kannst dann ist der normale Qrevo immer noch eine sehr starke Wahl.
Was mit der Zeit nervt
Mit der Zeit fallen einem aber auch Dinge auf... Was ich wegen dem FlexiArm nicht erwartet habe ist, dass Ecken weiterhin schwierig bleiben. Zwar ist das Ergebniss besser als ohne FlexiArm aber dennoch muss man ab und zu die Ecken selber reinigen. Er kommt einfach nicht so einfach dran...
Genauso kann er schwierig hinter geöffneten Türen saugen. Das merkt man ganz schnell, wenn man aus Routine immer alle Türen für ihn öffnet und nach einer Zeit merkt, dass hinter der Tür sich ständig staub sammelt. 100% staubfrei wird jeder Raum also mit dem Roborock nicht. Das Problem lässt sich jedoch schwer lösen, da der Roborock nicht hinter sich die Türen wieder schließen kann...
Man verlässt sich sehr schnell zu sehr darauf... Zwar ist das Ergebnis immer gut und hat mich nie enttäuscht aber wenn er kurz nach einer Reinigung / Wartung trocknen muss, merkt man, dass man nicht ohne ihn kann. Auch ist man sehr schnell der Meinung, dass man nie wieder selber saugen muss. Dies führt dazu, dass der Staub wie gerade erwähnt hinter den Türen oder in den Ecken später auffällt.
Langfristig spart er einem jedoch extrem viel Zeit!
Würde ich ihn heute nochmal kaufen?
Ganz klar: Ja!
Der Roboter macht alles selbst und der Wartungsaufwand ist geringer als einmal selbst die Wohnung zu saugen und zu wischen. Auch ist die Saugleistung (mit 7000 Pa) im Vergleich zum normalen Roborock Qrevo (5000 Pa) deutlich stärker und spürbar besser. Auch der FlexiArm verbessert das Ergebnis im Vergleich zu den anderen Roborock Qrevo und Roborock QrevoS Modellen etwas. Ob sich der Aufpreis lohnt muss jeder selber entscheiden.
👉 Hier kannst du den aktuellen Preis prüfen: